Traumata, Teufelskreise und das Loslassen

 

Viele Verhaltensweisen und Vorstellungen, die wir von uns haben, haben wir während unseres Lebens gelernt. Was wir beobachteten, was uns gesagt und erzählt wurde, oder die Art, wie wir mit dem, was um uns geschah, umgingen haben dieses Lernen geprägt. Wir alle haben unsere eigenen Strategien entwickelt, um mit den Herausforderungen denen wir begegnet sind, umzugehen.

Vielleicht hast du gelernt, dich zu verschließen und keine Gefühle zu zeigen. Oder vielleicht hast du gelernt, stark zu wirken, zu beweisen, dass du genauso gut bist wie die Anderen. Vielleicht hast du gelernt, den Leuten um dich herum, äußerste Aufmerksamkeit zu schenken und versuchst, dafür zu sorgen, dass sie glücklich sind, dass sie dich mögen, dass alles harmonisch bleibt. Vielleicht hast du gelernt, dich zu verstecken, in einer Ecke zu verschwinden oder dass du keine Wut zeigen solltest, keine Angst haben solltest, nicht schwach sein solltest, härter arbeiten und immer besser als Andere sein solltest.

Viele dieser Verhaltensweisen oder Strategien haben sich nach und nach tief in uns eingepflanzt. Wir greifen oft unbewusst auf sie zurück, halten sie vielleicht für einen Teil unserer Selbst. Wir bleiben in diesen gelernten Verhaltensweisen stecken und manche von ihnen beschränken uns, frustrieren uns, halten uns in sich wiederholenden Situationen gefangen – wie Angst, Unsicherheit und Frustration, oder halten uns in immer gleichen Beziehungsgeflechten gefangen.

Durch Berührung bringe ich dir bei, dich zu spüren, zu merken, auf welche Weisen du deinen Körper festhältst, wenn du in die Spirale dieses wiederkehrenden Verhaltens fällst. Wenn dieser Zustand sonst eintritt, spürst du normalerweise nicht deinen Körper, weil die Situation deine Gedanken und Gefühle so vereinnahmt. Ich bringe dir bei, deine Aufmerksamkeit von deiner Interpretation der Situation auf deine körperliche Erfahrung zu lenken.

Ich zeige dir, wie du dieses körperliche Erleben bewusst erzeugen und verstärken kannst, und vor allem, wie du es stoppen kannst. Du lernst aufzuhören, in bestimmten Situationen auf diese Verhaltensweisen zurückzufallen. Zu lernen diese Verhaltensweisen zu stoppen, bringt oft mit sich, dass eine Vielzahl alter Gefühle hoch kommen. Wenn du immer erstarrt bist, dich angespannt und klein gemacht hast, wenn die Situation um dich herum Angst provozierte oder instabil war, dann bringt das Lernen, diese Anspannung gehen zu lassen ein Erleben dieser alten Gefühle mit sich.

Wenn du gelernt hast, keine Gefühle zu zeigen, weil keiner in deinem früheren Umfeld darauf reagiert hat, bringt das Zeigen dieser Gefühle wahrscheinlich ein Gefühl von Angst und Verletzlichkeit mit sich. Meine Art zu arbeiten ist es, für meine Klienten einen sicheren Raum zu schaffen, in dem sie diese Gefühle erleben können. Solche Gefühle sind meistens nicht das, was wir fühlen wollen. Doch sie sind da. Ihnen zu erlauben, da zu sein, kann sie verändern und Platz für neue Erfahrungen schaffen. Es ist ein wenig so, als ob man einer Geschichte erlaubt aufzuhören, sich zu schließen, vorbei zu sein.

Diese Schritte zu gehen, heißt Verhaltensweisen, die vorher einfach automatisch passiert sind, zu kontrollieren und nicht in alten Mustern zu verharren. Sie erlauben dir, all die vielen Weisen, mit denen man auf die sich verändernde Welt reagieren kann, neu kennenzulernen und zurückzugewinnen.

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Grinberg Berlin Sophia Davis

 

Grinberg Berlin Sophia Davis